von Almaka
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Unser Alex, gest. 22.03.2007

Geboren wurdest Du irgendwann und irgendwo im Oktober 1994. Wir sahen Dich im Tierheim Mannheim alleine und verängstigt in einem Zwinger, um Dich herum ein Tohuwabohu. Eigentlich wollten wir nur mal schauen, aber dann haben wir unser letztes Geld, das wir dabei hatten, zusammen gekratzt (ja mit Pfenningen haben wir Dich bezahlt) und haben Dich mit nach Hause genommen.
Du warst schon ein richtiges kleines Ungetüm, ein blaues Auge, einen gebrochenen Finger, ein ausgeschlagener Stiftzahn und eine Narbe von Deiner Daumenkralle an meiner Hand werden mich immer an Deine schlimmen Phasen erinnern. Was haben wir zwei miteinander gekämpft um die Rangordnung in diesem Haus, aber dann irgendwann hatten wir zwei es geschafft und Du wurdest zu einem treuen, wundervollen, trostspendenden, immer für mich kämpfenden Begleiter. Du warst und wirst immer in meinem Herzen sein, Du mein wundervoller Hund.
Dann kam Luca auf die Welt und Du warst von der kleinen Heulboje alles andere als begeistert und doch hast Du ihn stets liebevoll behandelt. Er durfte mit Dir kuscheln und sich an Deinem Schwanz hochziehen und hat mit Deiner Hilfe die ersten Schritte getan. Du hast ihn stets beschützt und wenn er traurig war, hast Du Dir geduldig seine Sorgen angehört.
Leider warst Du von Welpe an mit ED behaftet und wir wussten, dass das irgendwann Dein Ende sein würde, aber Du warst ein Kämpfer und hast bis zum Schluss immer ums Überleben gekämpft. Ich erinnere mich an so manche Krankheiten.

 

Weisst Du noch mein Bub, als Du mit 2 Jahren Sockes Herztabletten gefressen hattest, welch' ein Schock und dann Deine Durchfälle. Manchmal sind wir im Winter mit Eiszapfen an den Nasen aufgewacht, weil Du Dir zwar die Türen aufgemacht hast, um uns nicht zu wecken, aber leider nicht wieder zu.
Vor 3 Jahren dann das endgültige Aus, Du hast die vielen Schmerzmittel nicht mehr vertragen und wir wussten nicht mehr weiter, aber wir wollten Dich nicht aufgeben und so habe ich Dich täglich gespritzt. Du hast es duldvoll ertragen, aber so warst Du eben - ein Kämpfer. Dann die Magen-/Darmlähmung, Nichts ging mehr, 4 Tage haben wir Dich 3-mal täglich an die Infusion an unsere Stehlampe gehängt (sie trägt heute noch ihre Blessuren). Täglich viele, viele Spritzen, auch welche die höllisch brannten, aber wie immer hast Du alles geduldig ertragen. In Deinen Augen war immer pures Vertrauen darauf, dass wir es schon richtig machen. Auch dieses haben wir mal wieder gemeinsam gemeistert, allerdings ging es dann schwer bergab, Deine einstmals stolzen 45 kg reine Muskelmasse schwanden täglich, Dein Gesicht wurde schmal und schmäler. Du hecheltest bei jeder Bewegung und ich konnte Dir nicht mehr helfen, Du warst austherapiert, kein Schmerzmittel half mehr, auch täglich hohe Cortisongaben brachten keine Linderung mehr und trotz allem, mein guter Junge, warst Du die Seele unseres Hauses, trotz aller Schmerzen, warst Du immer freundlich und uns zugetan, hattest immer ein Schwanzwedeln übrig und hast uns immer einen liebevollen Blick geschenkt. Ich bin so stolz auf Dich mein Bub und alle die Dich kennenlernen durften, wissen, was wir verloren haben und wie tief unsere Trauer über Deinen Tod ist, aber wir waren es Dir schuldig, Dich in Würde gehen zu lassen.

Danke möchten wir Dir sagen für 12 wunderschöne Jahre mit einem wundervollen Hund!!!

  

Die Regenbogenbrücke

Es gibt einen Ort, der Regenbogenbrücke genannt wird. Dieser verbindet Erde und Himmel. Verläßt uns ein geliebtes Tier, geht es an diesen ganz besonderen Ort. Dort gibt es grüne Wiesen und Hügel für all unsere geliebten Freunde. Dort spielen und toben sie zusammen. Es gibt reichlich zu essen und zu trinken. Die Sonne scheint, und es ist angenehm warm.

All die kranken, verstümmelten, verletzten oder alten Tiere sind wieder jung, gesund und stark, gerade so, wie wir uns an sie in unseren Träumen von vergangen Tagen erinnern. Sie sind fröhlich und zufrieden, bis auf eine kleine Sache: Jedes vermisst jemand ganz Besonderen, der nicht bei ihm ist.

Alle rennen und spielen zusammen. Aber es kommt ein Tag, an dem eines plötzlich inne hält und in die Ferne schaut. Sein Körper bebt. Es löst sich von der Gruppe. Es fängt an zu laufen. Seine Beine tragen es schneller und schneller.

Dein Freund hat dich entdeckt, und wenn ihr euch endlich wieder trefft, seid ihr glücklich vereint, um niemals wieder getrennt zu werden. Glückliche Küsse bedecken Dein Gesicht, deine Hände streichen über den geliebten Kopf deines Tieres. Du siehst wieder und wieder in die treuen Augen deines Freundes, der so lange aus deinem Leben, aber nie aus deinem Herzen, verschwunden war.

 

 

Traviata, gest. 22.04.2009

 

 

Meine liebe Traviata bint Vatikan,

 

nun mußte ich dich auch gehen lassen, nach 16 Jahren gemeinsamer Zeit und auch Dich werden wir immer in unserem Herzen tragen.